Die Geschichte der Volksbühne Worms:


Hier zuerst ein paar Bilder aus unserem Archivmaterial:



 




1908 Gründung der Volksbühne

Im Gasthaus "Zum Elephanten" in der Hagenstraße in Worms gründeten einige Freunde an ihrem Stammtisch damals den Verein Volksbühne Worms 08 e.V. Hauptsächliches Anliegen war die Förderung der modernen und klassischen Literatur. Die Einnahmen aus dem ersten Stück hat man den "Brandopfern zu Donau-Esch
ingen" gespendet.

1908 Erste Vorstellung, Stück "ZRINY"

Die Vorstellungen in den folgenden Jahren fanden vorwiegend im "Vereinsheim" statt. Dies war das Gasthaus "12 Apostel". Aber auch im damaligen Fest- und Spielhaus zu Worms gab es Aufführungen

1909 - 1916 Stücke dieser Jahre:

Die Volksbühne war sehr fleißig. Aus diesem Grund seien nur einige Stück genannt. Tatsächlich wurden teilweise 4-5 Stücke pro Jahr aufgeführt.

"Der Kaufmann von Venedig" (1908)
"Alt Heidelberg" (1909)
"Im weißen Rössl" (1910)
"Die Haubenlerche" (1911)
"Kabale und Liebe" (1912)
"Der Husarenstreich von Lüttich" (1914)
"Der Sohn des Verräters" (1915)
"Studenten und Lützower" (1916)
"Hänsel & Gretel" (1916)

1917 - 1918 wurden die Spielaktivitäten jäh durch den 1. Weltkrieg unterbrochen. Doch schon bald nach Kriegsende fanden sich die Überlebenden wieder zusammen und fingen mit den Proben an.

1919 - 1937 Stücke dieser Jahre:


"Der Raub der Sabinerinnen" (1919)
"Studentenstreiche" (1920)
"Pension Schöller" (1921)
"De Rothausreformader" (1922)
1. Damensitzung der Vobü im "Herrnkeller" (1922)
"Das Passions- und Osterspiel" (1923)
"Notlügen" (1924)
"Wilhelm Tell" (1925)
"Die Hasenpfote" (1926)
"Der kühne Schwimmer" (1927)
"Der Seitensprung" (1928)
"Der Hund im Hirn" (1929)
"Pfälzer Luscht und Lewe" (1930)
"Pfälzers Höllen- und Himmelfahrt" (1931)
"Das Salz der Ehe" (1932)
"Lottchens Geburtstag" (1933)
"Petermann schließt Frieden" (1935)
"Das Testament" (1936)
"Das Musikantendorf" (1937)

1937 - 1947 10 Jahre Stille um die Volksbühne


Die Jahre 1937 und 1938 waren scheinbar schon beeinflusst vom damaligen politischen Geschehen - denn es sind keine Aufzeichnungen über Stücke aus dieser Zeit zu finden.

Der 1939 ausgebrochene 2. Weltkrieg ging auch an der Volksbühne nicht spurlos vorbei und forderte auch den ein oder anderen Tribut.

1947 - 1956 Die Jahre nach dem 2. Weltkrieg


1947 - 2 Jahre nach dem Krieg - fanden sich die ersten unermüdlichen der damaligen Volksbühne wieder zusammen und begannen mit losen Proben. So konnte man 1948 auch schon wieder das erste Stück nach diesen langen Jahren Absitenz auf der Bühne bewundern:

"Tante Dolly" (1948)
"Der zerstreute Selbstmörder" (1949)

Die gesetzlichen Gegebenheiten der damaligen Zeit erforderten eine Neugründung des Vereines. So reichte man den Antrag in 3facher deutscher sowie französischer Ausführung an die Stadt Worms und die militärische Übergangsregierung ein. Dem Antrag wurde statt gegeben - die Volksbühne war wieder da (nun auch offiziell genehmgt).

"De Kronehersch" (1950)
"Messer Pomposo" (1951)
"Passions- und Osterspiel" (1952)
"Weihnachten in der Waldschenke" (1953)
"Die schottische Erbschaft" (1954)
"Der fahrende Schüler" (1955)
"Schweizer Rosen" (1956)

1956 1. Weihnachtsmärchen im Städt. Spiel- und Festhaus

1956 kam der damalige Oberbürgermeister Völker auf die Volksbühne zu und bat um die Inszenierung eines Weihnachtsmärchen im Städtischen Spiel- und Festhaus.

Das liessen sich die Aktiven der Bühne nicht zweimal sagen und so entstand unsere nun über 50-jährige Tradition - das Weihnachtsmärchen für Schulen und Kindergärten in Worms und Umgebung.

"Aschenputtel" (1956)

Weitere Stücke der Jahre 1957 und 1975

"Rudolf Heilgers Gedenkabend" (1957)
"König Drosselbart" (1957)
"Besuch aus Afrika" (1957)
"Wilhelm Busch Gedenkabend" (1958)

"Diener zweier Herren" (1958 - Aufführung im Städt. Spiel- und Festhaus anlässlich 50 Jahre Volksbühne)

"Dornröschen" (1958)
"Friedrich-Schiller-Matinee" (1959)
"Schneeweißchen und Rosenrot" (1959)
"Frau Holle" (1960)
"De Kronehersch" (1961)
1962 Einweihung des Zimmertheaters im "Vater Jahn"

"Die Reportage des Todes" (1962)
"Ein Strich geht durchs Zimmer" (1963)
"Herr Lamberthier" (1964)
"Familie Hannemann" (1965)
"Heitere Geister" (1966)
"Der Sprung in die Ehe" (1967)
"Von Mäusen und Menschen" (1968)

Ein Pächterwächsel im "Vater Jahn" machte die Volksbühne wieder heimatlos und man suchte die folgenden Jahre angestrengt nach neuen Räumlichkeiten. Nichts desto trotz ging der Spielbetrieb in diversen Örtlichkeiten weiter.


"Rumpelstilzchen" (1969)
"Hokuspukus" (1970)
"Der Geisterzug" (1971)
"Der kleine Muck" (1972)
"Ein Ehemann auf nüchternen Magen" (1973)
"Kennen Sie die Milchstraße?" (1974)
"Der Widerspenstigen Zähmung" (1975)

1975 - heute

Die Suche nach Räumlichkeiten fand 1975 ihr Ende. Man hatte das Obergeschoß des Hauses der Jugend angeboten bekommen. Natürlich musste dies erst umgebaut werden. Dieser Umbau dauerte 3 Jahre und wurde in absoluter Eigenleistung aller Mitglieder erbracht. Gepielt und geprobt wurde weiterhin:

"Die chinesische Nachtigall" (1976)
"Mirandolina" (1977)

Pünktlich zum 75. Jubiläum wurden die Räume in der Würdtweinstraße fertiggestellt und die Einweihung wurde gleich mitgefeiert.


"Die Geisterkomödie" (1978)
"Ein Phönix zuviel" (1979)
"Das Himmelbett" (1980)
"Kalif Storch" (1981)
"Stella" (1982)
"Seid nett zu Mr. Sloane" (1983)
"Kaiserspiel" - Freilichtaufführung am Dom (1984)
"Die Eule und das Kätzchen" (1985)
"Ein Sommernachtstraum" (1986)
"Es war die Lerche" (1987)
"Die Liebe der vier Obersten" (1988)
"Toskanatherapie" (1989)
"Frau Holle" (1990)
"Die Traumfrauen" (1991)
"Dracula ante portas" (1992)
"Die Erbschaft" (1993)
"Der nackte Wahnsinn" (1994)
"Du bist ein Biest" (1995)
"Was dem einen Recht ist" (1996)
"Der preisgekrönte Liebhaber" (1997)
"Die Bremer Stadtmusikanten" (1998)

"Der Mann der sich nicht traut" (1998)

"Warte bis es dunkel wird" (1999)
"Der Tod und das Mädchen" (2000)
"Der Tag an dem der Pabst gekidnappt wurde" (2001)
"Das singende Telegramm" (2002)
"Die Perle Anna" (2003)
"Shirley Valentine oder die heilige Johanna der Einbauküche" (2004)
"Herz und Beinbruch" (2004)
"Bleib doch zum Frühstück" (2005/2006)
"Ein ungleiches Paar" (2006/2007)

"Shirley Valentine oder die heilige Johanna der Einbauküche" (2007/2008)

"Das Mädchen Irma la Douce" (2008/2009)  -  100 Jahre Volksbühne

"4 nach 40" (2009/2010)

"Scherenschnitt oder Der Mörder sind Sie" (2010/2011)

"Es war nicht die Fünfte, es war die Neunte" (2011/2012)

"Es war die Lerche" (2012/2013)

"Beatles an Bord" (2014/2015)